Wer wir sind

 

Die Emmausgemeinde
gehört zur Evangelisch-methodistischen Kirche. Diese ist eine evangelische Freikirche, welche in Deutschland ca. 80.000 und weltweit 60 Millionen Mitglieder zählt.

Sie ist 1968 aus der Vereinigung der beiden Freikirchen "Evangelische Gemeinschaft" und "Bischöfliche Methodistenkirche" hervorgegangen und international unter dem Namen ´United Methodist Church´ (Vereinigte Methodistische Kirche) bekannt. Übrigens fand damals der Vereinigungsgottesdienst für den ostdeutschen Raum in unserer Emmauskirche statt. Als Freikirche vertreten die Methodisten keine grundlegenden Sonderlehren, sondern unterscheiden sich durch besondere Merkmale in Theologie, Frömmigkeitsstil und Gemeindepraxis von den "Großkirchen".
Sie vertritt in ihrem Verhältnis nach außen eine größtmögliche Unabhängigkeit vom Staat. Konkret bedeutet das unter anderem Selbstfinanzierung, Verzicht auf Besteuerung ihrer Mitglieder sowie Selbstverwaltung. Vor allem aber geht es ihr um die freie und persönliche Entscheidung von Menschen für den Glauben an Jesus Christus und um ein verbindliches Leben in seiner Nachfolge. Wer zur Evangelisch-methodistischen Kirche gehört, hat sich dafür entschieden. Die Zugehörigkeit zur Kirche ist in der Regel mit ehrenamtlicher Mitarbeit verbunden. Die Laientätigkeit - bis hin zu kirchenleitenden Gremien - spielt in unserer Kirche eine wichtige Rolle.

Evangelisch
heißt unsere Kirche, weil sie in der Verkündigung des Evangeliums (= gute Nachricht) ihren Ursprung hat. Diese Botschaft von der Liebe Gottes, die allen Menschen gilt, ist Inhalt und Maßstab für das Leben der Kirche und ihrer Glieder.

Dabei ist die rettende Liebe Gottes offenbar geworden in der Sendung seines Sohnes Jesus Christus in unsere Welt. Wer an ihn glaubt, empfängt ohne eigene Leistungen ein neues Leben aus Gott, das schon hier beginnt und durch den Tod nicht zerstört wird.
Die Reformatoren haben diese Wahrheit des Evangeliums von Gottes geschenkter Liebe neu entdeckt und als "Rechtfertigung allein aus Gnade und allein aus Glauben" verkündigt. Indem sie diese Erkenntnis aufnimmt, weiß sich die Evangelisch-methodistische Kirche mit allen anderen evangelischen Kirchen und Freikirchen verbunden. Seit 1987 gibt es Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft mit den lutherischen Landeskirchen. Darüber hinaus ist die Evangelisch-methodistische Kirche ökumenisch geprägt. Sie gehört dem Ökumenischen Rat der Kirchen an, in Deutschland der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF). Außerdem gehört sie dem Zusammenschluss aller reformatorischen Kirchen in Europa, der so genannten Leuenberger Konkordie an. Die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden vor Ort ist selbstverständlich.

 


Methodistisch
war ursprünglich eine spöttische Bezeichnung für eine Gruppe junger Studenten in Oxford (England). Sie versuchten, dem zu ihrer Zeit üblichen studentischen Schlendrian durch regelmäßiges Bibelstudium, gemeinsame Gebete, Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen einen anderen Lebensstil entgegenzusetzen.

Der junge anglikanische Pfarrer John Wesley (1703-1791) wurde bald zum führenden Kopf dieser Studentengruppe, die durch ihre eigenen Bemühungen Gutes bewirken und Gott gefallen wollte.
Eines Tages hörte John Wesley in einer Abendveranstaltung in London Martin Luthers Vorrede zum Römerbrief. Dort ist von Menschen die Rede, die durch "Besserung des Lebens und gute Werke" vergeblich Gott zu gefallen suchen, weil sie niemals genug dafür tun können. Dann aber spricht Luther vom Glauben als Wirkung Gottes in uns, die ganz neue Menschen aus uns werden lässt: Ein solcher lebendiger Glaube bringt ganz selbstverständlich Gutes hervor. Er braucht sich auch nicht mehr darum zu bemühen, Gott zu gefallen, weil er weiß: Gott liebt mich, wie ich bin, und erneuert mein Leben. Im Hören auf diese Auslegung wurde Wesleys Glaube grundlegend verändert: Die Ängstlichkeit und Sorge um seine eigene Stellung vor Gott wich einer frohen Gewissheit, von Gott in Christus geliebt zu sein.
Wesley verband von nun an die Verkündigung dieser frohen Botschaft mit seinem sozialen Engagement, das bis heute ein wichtiges Merkmal unserer Kirche ist. Aus kleinen Anfängen entstand eine wachsende Bewegung, die jedoch auch viel Widerspruch erfuhr. Bald aber wurde durch Wesleys überzeugende Wirksamkeit aus dem früheren Spottnamen ein Ehrenname. Aus der Bewegung entstanden - zuerst in den Vereinigten Staaten von Amerika, nach und nach aber in vielen Teilen der Welt - methodistische Kirchen, um die Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft, die sich dann später zur Evangelisch-methodistischen Kirche vereinigten.

Du willst mehr erfahren? Folge dem Link!

Grundlagen der methodistischen Kirche

Kirche
sollte die methodistische Bewegung ursprünglich nicht werden. Erst Widerstände der großen Kirchen oder die Erfordernisse einer Missionsstation haben zur Bildung methodistischer Kirchen geführt. Allerdings hat Wesley von Anfang an die Menschen, die durch methodistische Verkündigung zum Glauben gekommen waren, in Gruppen und Gemeinschaften gesammelt.

Dort fanden sie den Lebensraum für die Einübung und Festigung ihres jungen Christseins. Dieses Verständnis von Kirche, die aus einer Bewegung entstand und in Bewegung zu bleiben versucht, finden wir auch im Neuen Testament: Menschen werden durch den Heiligen Geist zum Glauben geführt und zu einer verbindlichen Gemeinschaft berufen. Die Zusammengehörigkeit der Glaubenden mit Christus als dem Haupt und mit den anderen Gliedern der Gemeinde gehört zum Charakter der christlichen Kirche. Kirche ist darum auch nichts Fertiges, Abgeschlossenes. Sie bedarf der ständigen Erneuerung durch den Heiligen Geist. Sie verändert sich durch die Menschen, die sich ihr anschließen; ihre konkrete Gestaltung ist deshalb eine fortdauernde Aufgabe derer, die zu ihr gehören und Jesus Christus nachfolgen. Was für den Glauben gilt, kennzeichnet auch unser Verständnis von Zugehörigkeit zur Kirche: wir sind zur eigenen freien Antwort auf Gottes Handeln eingeladen.

Der Gottesdienst

Herzliche Einladung zum Gottesdienst! Bei uns wird Gottes Wort verkündigt, seine Gegenwart gefeiert und die Charismen (= Geistesgaben) praktiziert. Diese wird zuweilen auch variiert, wenn besondere Ereignisse, Festtage etc. anliegen. Neben traditionellen liturgischen Formen und Liedern füllen moderne Elemente den Gottesdienst.

Hierzu zählt beispielsweise unsere Lobpreiszeit, der von einer unserer vier Bands ausgestaltet wird und Raum für Besinnung, Gebet und Lob bietet. Parallel zum Gottesdienst finden auch Kindergottesdienste und Kinderbetreuung statt.
Unser Gottesdienst findet sonntags 9.30 – 11.30 Uhr statt und läuft normalerweise so ab.
Auch nach dem Gottesdienst muss keiner gleich nach Hause gehen, denn es gibt die Möglichkeit in unserem Kirchencaffee bei Kaffee und Tee gemütlich ins Gespräch zu kommen. Außerdem kann das Ansprechpartnerteam zu Seelsorge, Gebet und Segnung in Anspruch genommen werden.
Familiengottesdienste
Das sind Gottesdienste, die in besonderer Weise für jung und alt gleichermaßen gestaltet werden. Im Unterschied zum normalen Gottesdienst ist auch die Predigt in einer für Kinder verständlichen Weise gehalten. Besondere Programmpunkte werden meist durch Kinder und Erwachsene vorbereitet.
Jugendgottesdienste
Unsere Jugend bereitet manchmal Gottesdienste vor und gestaltet diese auch. Da geht's mal richtig ab!


Schau vorbei! Wir laden Dich zu allen Veranstaltungen und zu den Gottesdiensten unserer Gemeinde herzlich ein!


 

Portrait

Mitten in der Dresdner Neustadt befindet sich das Gemeinde- und Begegnungszentrum Emmaus. Der Sakralbau ist dabei selbst manchem Bewohner der äußeren Neustadt nicht näher bekannt, denn von der Katharinenstraße aus kann man die in einem Hinterhof erbaute Kirche gar nicht sehen. Ist man allerdings erst einmal durch den Torbogen geschritten, eröffnet sich einem der Blick auf den schön gestalteten Innenhof und das 1907 erbaute Kirchengebäude.

Unser Name "Emmaus" ist ein im Lukasevangelium erwähnter Ort, der sich in der Nähe von Jerusalem befand. Nach dem Tod Jesu waren zwei seiner Jünger auf dem Weg dorthin. Eine spannende Geschichte, an deren Ende die Beiden einen Fremden, dem sie auf der Reise begegneten, als auferstandenen Jesus erkennen. So wie wohl diese beiden Menschen damals mit einer Mischung aus Hoffnung, Sorgen, Zuversicht und Zweifeln unterwegs waren, stehen auch wir mitten im Leben und erfahren gerade dabei die christliche Gemeinschaft als Geschenk und Bereicherung. Weil das so ist, sind wir offen für Menschen,
die in das Gemeindeleben hineinschnuppern wollen, mit uns gemeinsam auf die spannende Suche nach Gott gehen, Freude und Leid des Lebens teilen, sowie Trost und Stärkung aus der Gemeinschaft untereinander und aus der Begegnung mit Jesus Christus erfahren möchten.

Zentraler Anlaufpunkt hiefür ist unser sonntäglicher Gottesdienst, in dem traditionelle und moderne Formen der Gottesdienstgestaltung nebeneinander existieren und sich gegenseitig bereichern. Darüber hinaus gibt es zahlreich Kreise und Gruppen, die sich über die Woche oder den Monat verteilt treffen und thematisch von verschiedenen Gebetskreisen über Instrumental-, Chor-, Jugend-, Frauen- und Männerarbeit bis hin zum Bibelgespräch oder Hauskreistreffen reichen.

 

Der Name "Gemeinde- und Begegnungszentrum" deutet indes bereits an, dass es uns bei aller Idylle des Kirchgebäudes nicht ums Verbergen und Einigeln geht. Vielmehr wollen wir ein Ort sein an dem Glauben gelebt wird. Dazu muss und soll Glauben auch immer wieder neu mit Leben gefüllt werden. Als Evangelisch-methodistische Kirchgemeinde inmitten des Szene- und Kulturviertels Dresden-Neustadt bieten sich hierfür zahlreiche Möglichkeiten, und so erfreuen wir uns eines regen Gemeindelebens. Die Emmausgemeinde zählt zur Zeit ca. 200 Mitglieder sowie ebenso viele Angehörige und Freunde aus einem Einzugsgebiet, das von Dresden bis Stolpen reicht. Besucher sind immer wieder vom Kinderreichtum verblüfft, der das Bild der Gemeinde nicht unerheblich prägt. Neben zahlreichen Familien haben aber auch Jugendliche, Studenten, Singles, Paare und Ältere ihren Platz in der Gemeinde.

Die Kommentare wurden geschlossen